Zwischen Cranium, lat. für Schädel, und Sacrum lat. für Kreuzbein zirkuliert innerhalb der Hirnhaut der Liquor, die Gehirn - Rückenmarksflüssigkeit in sanften gezeitenartigen Zyklen. Die sanfte Auf- und Abbewegung des Liquors wird durch ein natürliches Weiten und wieder schmal werden des Kopfes in minimalstem Ausmaß möglich. Diese Dynamik setzt sich im ganzen Körper fort und so ist überall spürbar, wie sich das Leben in Bewegung ausdrückt. Dieser Liquor ist angereichert mit dem Atem des Lebens, der Potency, die als Selbstheilungskraft unablässig in uns wirksam ist.

In einer Craniosacralen Biodynamik Behandlung folge ich den Bewegungen dieser Selbstheilungskräfte mit absichtsloser Präsenz, teilweise berührungsfrei, oder indem ich meine Hände als Sensor zum "Lauschen" an den Körper lege, ohne zu manipulieren. Füße, Schultern, Kopf und Kreuzbein sind in den ersten Behandlungen die häufigsten Berührungspunkte. Es ist weder ein vorgegebener Ablauf einzuhalten, noch ein bestimmter Plan zu erfüllen.

Ein großer der Teil der Arbeit ist die Anerkennung dessen was gerade "ist", weil dadurch viele Widerstände ihre Grundlage verlieren.

Es zeigt sich, dass die Selbstheilungskräfte durch diese "Würdigung" an Dynamik gewinnen und dadurch, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt, die beobachteten Prozesse Priorität erfahren. So können sich nach und nach alte Blockaden auflösen und die dort gebunden gewesene Energie wieder dem ganzen Körper zur Verfügung stehen.

Diese frei gewordenen Selbstheilungskräfte können ihre Aufgaben nun anderswo im Körper wahrnehmen und so kann eine Art Schneeballeffekt von immer mehr zur Verfügung stehender Potency entstehen.